Angesehen: Tut

tut

Wie ihr wisst, bin ich ein großer Fan von Serien. Dabei dürfen es ganz verschiedene Themen sein, mal dies mal das halt. Bei Musik geht es mir ähnlich.

Da der Sohnemann nun besser schläft, wollten wir uns mal die nächste Serie ansehen. Tut stand schon länger auf unserer Watchlist. Ich mag historische Serien und meine Frau interessiert sich für das alte Ägypten. Da war Tut also eine logische Wahl.

Die Serie hat in der ersten Staffel nur 6 Folgen, also sollten wir die auch zügig hinter uns bringen. Wenn ich überlege wie wir Game of Thrones oder Hell on Wheels immer durchsehen… Müssen wir nicht arbeiten und ein Kind versorgen, wir würden so eine Staffel in einem Tag komplett sehen. Da sollte Tut ja wohl kein Problem darstellen!

Allerdings, war für uns nach frei Folgen Schluss. Irgendwie sprang der Funke bei uns beiden nicht über. Vielleicht sind wir zu verwöhnt von anderen Serien, aber irgendwie fehlte uns die Spannung bei Tut. Alles war doch sehr vorhersehbar und die Serie verlor den Kampf gegen „langweilig“.

Bei uns äußert sich das dann immer schnell indem meine Frau anfängt bei Ebay nach Kindersachen zu gucken und ich anfange zu lesen oder auf dem Handy zu spielen. Das fördert zwar nicht das Verständnis der Handlung, ist bei Tut aber kein Problem. Außer, das mal ein fremdes Gesicht auftaucht, ist man doch immer dabei und hat nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Schade, hatten wir uns beide doch sehr auf Tut gefreut. Obs jetzt an uns liegt, oder an den hohen Erwartungen die wir hatten, wer weiß. Schlecht produziert ist die Serie bestimmt nicht und bei uns ist Tut im Sande versunken…

Advertisements

Über stefan36

Hat zu viel Zeug rumliegen
Dieser Beitrag wurde unter Antike, Serien abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Angesehen: Tut

  1. Wortman schreibt:

    Ich hab von mehreren gehört, soll gut sein aber auch, bringt nichts… Wie mir scheint, habe ich bisher gut daran getan, es nicht zu schauen 😉
    Hab im moment auch andere Serien am Laufen, deren Staffeln erstmal beendet werden müssen 😉

    • stefan36 schreibt:

      Ist natürlich Geschmacksache. Ich finde die Serie auch nicht super schlecht, wir haben uns nur einfach „Mehr“ gewünscht.
      Letztendlich ist das immer so eine Sache mit der Erwartungshaltung. Ich merke das bei Brettspielen sie total gehypt werden. Oft finde ich zwar ganz gut, aber ich erwarte von den Titeln dann mehr, als sie mir geben.

      • Wortman schreibt:

        Das Gefühl kenne ich. Ich hab schon die ein oder andere Serie abgebrochen, weil ich mir da „mehr“ von versprochen hatte.
        Ich habe mir gerade die Pilotfolgen von Containment / Killjoys / Trepalium angesehen. Die drei Serien könnten was werden.

      • stefan36 schreibt:

        Killjoys habe ich hier leigen, mal sehen wann ich dazu komme

      • Wortman schreibt:

        Ich will erstmal andere Sachen fertig bekommen, bevor ich mit den Dreien weitermache.

  2. echsenwut schreibt:

    Für den Serienliebhaber, der nicht gerade von einer tiefen Leidenschaft für das alte Ägypten erfasst ist, mag das weniger gute Urteil passen. Das ist natürlich auch in Ordnung so; wenn HBO mit dem Anspruch, eine spannende Serie zu bringen, antritt, muss es sich daran auch messen lassen.
    Ich selbst bin aber ein großer Fan des alten Ägypten und darf behaupten, mich gerade in der Zeit des Tut-Ankh-Amun recht gut auszukennen. Ich habe alle sechs Folgen geradezu verschlungen. Die Ausstattung, die gesamte Kulissenarbeit war exzellent; was viele womöglich nicht erkennen können ist, dass man sich bemüht hatte, ganz unglaublich viele Repliken aus dem Grabschatz in die Kulissen unterzubringen. Für den Ägyptenfan machte das die Serie unglaublich spannend. Die Macher haben an einigen Stellen mit der Auswahl großen Mut bewiesen und sich tatsächlich an Diskussionen in der Ägyptologie beteiligt.
    Manche Szenen sind abseits geschichtlicher Genauigkeit der Spannung geschuldet und sollten wohl den Spagat zwischen trockenem Geschichtsunterricht und Unterhaltung schaffen – was aber augenscheinlich nicht so ganz gelungen ist.
    Im Großen und Ganzen aber hat man durch diese Serie m.E. einen tollen Überblick über die Realität im Königreich und in dieser Zeit. Wer den Schwerpunkt etwas (!) weniger auf Unterhaltung und ein bisschen (!) mehr auf die Zeit eines Tut legt, der sollte die Serie sehen. Ben Kingsley ist in seiner Rolle hundertprozentig perfekt; seine Präsentation des Hohepriesters dürfte der damaligen Realität schon sehr, sehr nahe gekommen sein.

    • stefan36 schreibt:

      Erst einmal danke für Deinen doch sehr langen Kommentar. Ich glaube das ist ein neuer Rekord 🙂
      Wie Du richtig feststellst wollten wir uns unterhalten und dafür war es uns dann etwas zu „wenig“. Ich sage hier nicht schlecht, denn schlecht ist etwas ganz anderes. Für uns ist Tut halt nichts und ich gebe hier ja auch unsere subjektive Meinung wieder.
      Umso mehr freue ich mich, das anderen die Serie gefällt. Denn ich hoffe einfach, das so mehr „historische Serien“ zu sehen sein werden, wenn die großen Sendeanstalten ihre Quote bekommen (bitte nicht negativ verstehen).
      Letztendlich ist es Geschmacksache, der eine mag eher Rock, der nächste Hip Hop, usw. . Ich gehöre zu den Leute die sich bei Spielen, Musik, Filmen immer ihre eigene Meinung machen und auch wenn meine Meinung über tut sich im unteren Mittelfeld ansiedelt (Hey, wir haben nicht nach der ersten Folge aufgegben 😉 ).
      Aber vielleicht hast Du ja mal einen Tip für uns was man sich sonst so aus dieser Epoche ansehen sollte?

      • echsenwut schreibt:

        Tja ….. leider kenne ich nicht wirklich viel zu diesem Thema. Man könnte sich den Uralt-Streifen „Sinuhe, der Ägypter“ anschauen, der ist zwar aus heutiger Kenntnis heraus historisch nicht ganz richtig, kann aber einen guten Einblick in die Zeit bieten. Den Film „Exodus, König und Götter“ sollte man auf jeden Fall vermeiden, wenn man geschichtlich nicht vollständig vereimert werden will. In diesem Streifen stimmt rein GAR NICHTS, auch wenn er opulent ausgestattet ist. Für Kenner der Geschichte grenzt er an eine reine Verarsche. Leider ist die Ägyptologie ein Stiefkind der Filmemacher, selbst Dokumentationen sind häufig nicht zu gebrauchen und ärgern mich oft wegen unsinniger Behauptungen und falscher „Fakten“!
        Wenn die tagesaktuelle Situation und Politik in Ägypten andere wären, würde nur selbst hinfahren helfen! 🙂

      • stefan36 schreibt:

        Stimmt. Wir haben Nachbarn die bei Kairo ein Haus haben aber…. ist uns leider etwas zu unsicher. Man kann nur hoffen, dass die Menschheit irgendwann mal zur Vernunft kommt,

      • echsenwut schreibt:

        Das ist richtig. Ich hasse zwar Eigenwerbung, da ich aber durchaus einen ganz guten Überblick habe, schreibe ich seit langem gegen die erschreckende Verharmlosung an, die man hierzulande in Beziehung auf Ägypten treibt. Das Land steht entweder kurz vor dem Kollaps, kurz vor einer neuen Revolution, kurz vor einer Hungerkatastrophe oder kurz vor allem zusammen. Es vergeht im Grunde keine einzige Woche ohne blutiges Attentat. Ich selbst bin jetzt seit Jahren nicht mehr dort gewesen …. was mir durchaus etwas ausmacht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s