Entscheidungsschlacht: Ultimate General Gettysburg

UltimateGeneralGettysburg

Zur Zeit befinde ich mich ganz tief im ACW (American Civil War) Thema. Dieser Konflikt hat mich immer schon interessiert, aber durch mein TableTop Projekt, wurschtel ich mich da gerade noch mal ein paar Schichten tiefer rein, als gedacht. Was ich in Buch, Film und Modell schon eifrig beackere, darf am PC „zockerisch“ natürlich auch nicht fehlen.

Also habe ich mal wieder meine Steam-Bibliothek angeworfen und im Shop mich dann umgesehen, was es denn so gibt. Nun da gibt es so einiges in der Auswahl und ich habe bei mehreren Spielen zugeschlagen.

Zuerst kam mir also Ultimate General Gettysburg auf den Bildschirm. Wie der Titel schon verrät, spielt man hier die Schlacht von Gettysburg auf Seiten der Union oder der Konförderation nach und versucht, im Falle der Konförderation, die Geschichte zu ändern. Sah gut aus… daher habe ich es mal schnell gekauft und installiert.

Natürlich wollte ich erst mal die Schlacht recht einfach und auf Seiten der Union bestreiten. Dabei musste ich mich erst einmal kurz durch das ausgefallene, aber durchaus gut durchdachte System des Schwierigkeitsgrades wurschteln. Denn je nachdem was ich da einstelle, ist der Gegner nicht nur stärker, sondern verhält sich auch anders. Coole Sache!!

Die Schlachten selber laufen sehr dynamisch und je nachdem wie so ein Gefecht endet, geht es mit dem nächsten weiter. Diese Szenarien spiele ich frei für Einzelschlachten, also will man die Kampagne auch öfters spielen. Denn was wäre wenn die Union am zweiten Tag aggressiver gewesen wäre und sich nicht auf das Verteidigen verlassen hätte???

Nun meine Schlacht von Gettysburg lief schon etwas anders. Zwar wurde ich am ersten Tag auf Grund von massiver Unterlegenheit gegen immer mehr einströmende Rebellenbrigaden zurück gedrängt, doch hätte ich die Stadt Gettysburg nicht unbedingt räumen müssen. Allerdings wollte ich es erst mal vorsichtig angehen, ich kannte das Spiel ja noch nicht.

Am zweiten Tag tobte der Kampf um meine linke Flanke im Süden, allerdings nicht wie historisch korrekt um den Little Round Top, sondern um den Round Top, weiter südlich. Zum Abend hin konnte ich die Rebellen sogar im Süden zurück drängen und im Zentrum konnte ich die Pfirsich Plantage (Peach Orchard) und auch das Teufelsloch (Devils Den) halten.

Da ich am ersten Tag etwas darauf geachtet hatte meine Einheiten, wie zum Beispiel die Iron Brigade, etwas zu schonen, marschierten die Rebellen zwar auf meiner rechten Flanke in Richtung Culps Hill, beließen es aber bei einem Artillerieduell mit meiner eigenen Artillerie. Ich hätte einen Angriff auf meiner rechten Flanke starten können, beließ es aber dabei meine Versorgungslinie entlang des Baltimore Pikes zu schützen. Frei nach dem Motto: „Immer schön vorsichtig sein, bei Bobby Lee weiß man ja nie.“

Der dritte Tag begann, wie er historisch beginnen sollte. Die Rebellen bereiteten Picketts Charge vor und ich zog meine Einheiten zusammen. Artillerie wurde von allen Seiten heran und auf die Hügel geschafft, während die Brigaden von Kemper, Garnett und Armistead langsam in Position marschierten. Allerdings blieben sie nicht dort stehen, wo ich erwartet hätte, sondern marschierten weiter nach Süden. Hatte General Longstreet sich doch gegen Lee durchgesetzt?

Mit einem fröhlichen Scheiße! auf den Lippen schickte ich nun ganze Divisionen im Schutze der Hügel ebenfalls nach Süden um den Angriff dort abzufangen. Währenddessen schaute mein Schatz rein und wollte wissen, ob ich was umgeschmissen hätte. Als ich ihr die Situation erklären wollte, runzelte sie nur die Stirn, schüttelte den Kopf und bedachte mich mit einem Blick, der nur „Spinner“ bedeuten konnte… Ja, so sind die Frauen unserer Südstaaten… aber ich glaube sie lieben uns Männer auch dafür, dass wir gerne mal wie Kinder sind…

Aber zurück zum wesentlichen. Ganze Batterien von Artillerie ackerten sich durch die Wälder von Little Round Top und Round Top um schnell in Position zu kommen. Alle übrigen Batterien tauschen derweil Salven mit den Kanonen, der Rebellen (ja ich sage ganz bewusst Rebellen 😉 ) aus, während immer mehr Infanterie der Rebellen in Stellung ging. Nachdem die dann in Position waren geschah… nichts…

Der Feind hielt einfach nur die Position und lies die Zeit bestreichen. Hatte Longstreet seinen Mut verloren? Wie gebannt starrte ich auf die Linien in Grau und Butternut (unterbrochen durch ein „Hmpf“ von meinem Schatz, die noch mal rein schaute), aber außer den Einschlägen meiner Artilleriegeschosse und dem gelegentlichen Fallen von Toten und Verwundeten geschah… nichts.

So verstrich der dritte Tag, die Rebellen mussten sich nach Virginia zurückziehen und die Union triumphierte. Blutig war die Schlacht trotzdem. Auf Seiten der Union waren 20.486 Mann gefallen (wollte ich meine Truppen nicht schonen?), die Rebellen ließen 26.727 Mann zurück.

Der Krieg ist noch nicht vorbei und ich hoffe auf weitere Teile von Ultimate General, auch wenn ich erst mal weitere Schwierigkeitsgrade und natürlich auch die Seite der Konföderation ausprobieren möchte…

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Über stefan36

Hat zu viel Zeug rumliegen
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