Stefans Top 100 – 2013: Platz 1

Platz 1: Archipelago (1/-)

archipelagoEine Premiere bei meinen Kanonlisten in diesem Jahr, denn das erste Mal konnte der Titelverteidiger seinen Titel behaupten. Aber ich war mir, als ich mit meiner Top 100 in diesem Jahr angefangen habe, nicht sicher, dass das Ergebnis dieses sein würde. Denn zumindest meine Top 20 Spiele liegen alle dicht bei einander, wenn es darum geht, wie sie mir gefallen.

Wo wir gerade bei Händlern in der Karibik sind…. Archipelago schlägt auch in die gleiche Kerbe. Hier entdecken und besiedeln wir nach und nach eine uns noch unbekannte Inselwelt. Natürlich gründen wir Städte und beuten die Rohstoffvorkommen aus und die Ureinwohner… die sind selbst Schuld. Denn die haben sich da niedergelassen bevor wir  da waren…. blöd gelaufen!

Allerdings kann es auch für und blöd laufen, denn sollten sie sich gegen unserer Herrschaft erheben, war es das und wir haben alle verloren. Es sei denn ein Spieler hat als geheime Siegbedingung die Rebellion. Und (ich weiß, normalerweise fängt man keine Sätze mit „und“ an) damit kommen wir zu einer der Sachen, die Archipelago für mich so unglaublich gut machen.

Jeder hat nämlich eine geheime Bedingung auf der Hand, wann das Spiel endet (außer der Rebellion). Ebenfalls hat er eine geheime Information, für was es dann Siegpunkte gibt. Da eine Siegpunktkategorie noch für alle offen ausliegt, weiß ich also von zwei Kategorien, in die ich investieren sollte. Da jeder Spieler geheime Informationen hat, muss ich während des Spiels meine Mitspieler genau beobachten. Beginnt ein Mitspieler auf einmal wie verrückt Geld zu horten, könnte das was bedeuten. Oder etwa nicht?

Dieses Spielen mit dem Unbekannten finde ich absolut fantastisch. Es sorgt für zusätzliche Interaktion am Tisch und man ist die ganze Zeit mit dem Kopf im Spiel, ohne das es in Arbeit ausartet. Außerdem bleibt vieles dann unplanbar, wie im richtigen Leben halt. Das mag nicht jedem gefallen, mir gefällt es auf jeden Fall sehr.

Natürlich sollte man schon einen gewissen „Gameplan“ haben, aber jeder weiß ja, wie lange so was gut geht. Flexibilität ist bei Archipelago angesagt sowie die Fähigkeit zu bluffen und die Mitspieler einzuschätzen. Das macht  Archipelago zu einem dichten und sehr lebendigen Spiel. Dazu das tolle Spielmaterial und ein Tisch mit netten Leuten, damit kann die Entdeckungsreise beginnen.

Archipelago ist also wie auch im letzten Jahr meine Nummer 1. Im Nachhinein auch völlig zu Recht, kam es doch für ein größeres Spiel recht häufig auf den Tisch und es hat in meinen Runden eigentlich allen gefallen. Wenn ihr es noch nicht gespielt habt, wird es allerhöchste Zeit!

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Über stefan36

Hat zu viel Zeug rumliegen
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