Spiel des Monats Oktober 2012: EVE – Conquests

Diesen Monat tat ich mich doch etwas schwer. Warum? Na, ich wollte zum Spieleherbst mal wieder ein großes Spiel in den Vordergrund rücken und da habe ich im Moment für das Segment Science Fiction gleich zwei Kandidaten. Zum einen wäre da Eclipse, zum anderen EVE – Conquests.  Beides sehr gute Spiele, aber wie das so ist, nur eins davon kann Spiel des Monats werden. Da fällt die Wahl schwer, aber ich habe mich dann für das etwas unbekanntere der beiden Kandidaten entschieden. Daher ist mein Spiel des Monats 2012: EVE – Conquests

 

Es hat lange gedauert bis EVE – Conquests dann endlich mal auf den Tisch kam, um ehrlich zu sein etwa drei Jahre. In dieser Zeit hat das Spiel zwei Umzüge und diverse Aktionen ala „Heute lese ich mal die Regeln“ mitgemacht. Aber irgendwann war es dann doch mal an der Zeit und da meine Spielegruppe gerade bei großen Spielen sehr aufgeschlossen ist, EVE zum Einsatz.

Im Gegensatz zu seinen Geschwistern wie zum Beispiel Twilight Imperium oder auch Eclipse, ist EVE ein abstraktes Spiel. Hier gibt es nur eine Art wie Einheiten dargestellt werden, nämlich eine Art Pokerchips. Je nachdem wie die Chips platziert sind, stellen sie Kampfeinheiten, oder Agenten dar. Das ist etwas ungewohnt, macht aber haptisch einiges her.

Spielerisch ist EVE – Conquests eher nichts für Leute, die einen Kuschelkurs bevorzugen. Hier kann man nicht durch geschickten Ausbau oder Forschung gewinnen, denn je nachdem wie die Planeten verteilt sind, für die man gerade Siegpunkte bekommen kann, muss man früher oder Später einen intergalaktischen Krieg gewinnen. Aber das macht auch den Charme des Spiels aus. Es ist geradlinig und erlaubt kaum wirkliche Bündnisse. Auch bleibt es immer spannend, denn schnell können auch Spieler, die ins Hintertreffen gelangt sind, anderen Spielern Siegpunkte stehlen und somit wieder aufschließen.

Neben dem Mechanismus kann auch die Ausstattung absolut überzeugen. Der riesige Spielplan, die vielen Chips, dazu Karten und Counter und noch Plastikgebäude für Hauptquartiere und Außenposten. Freunde der Fraktion „Ein Spiel muss schwer sein“ dürfen jubilieren, denn mit der Schachtel von EVE – Conquests kann man im besten Fall sogar einen Mord begehen, wozu ich aber nicht aufrufen möchte.

Auch optisch ich für mich EVE – Conquests ein Leckerbissen. Ich mag diesen typisch deutschen Einheitsstil bei den Grafiken nur bedingt. Natürlich können Menzel & Co. gut malen, aber ich mag die Abwechslung. Da kommt EVE – Conquests mal erfrischend real daher.

Wer Eclipse schon sein Eigen nennt, sollte EVE – Conquests mal genauer unter die Lupe nehmen. Bei mir sind die beiden Spiele absolute Platzhirsche im Schrank und haben mich dazu veranlasst Twilight Imperium aus meinen Regalen verbannen. Wenn wir es mal abstrakter mögen, dann greifen wir zu EVE – Conquests, an sonsten spielen wir nach wie vor das ebenfalls sehr gute Eclipse.

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Über stefan36

Hat zu viel Zeug rumliegen
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